Stadtentwicklung

Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept

Für die Stadt Vohenstrauß wurde ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet.

Das Konzept zeigt aus fachlich übergreifender Betrachtungsweise Ziele und Handlungsbedarfe für die Entwicklung der Stadt in den nächsten zehn bis 15 Jahren auf und bildet damit die Grundlage einer strategischen Stadtentwicklungspolitik.

Ihr Ansprechpartner:

Rainer Dötsch

Telefon: 09651 9222-27
Telefax: 09651 9222-41
rdoetsch@vohenstrauss.de

Öffnungszeiten:

Mo. – Fr.: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr
Mittwoch: 14.00 Uhr – 16.00 Uhr
Donnerstag: 14.00 Uhr – 18.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Entwicklungsprozess

Das Konzept soll präzise auf die örtliche Situation und die Bedürfnisse der Bürger zugeschnitten sein. Neben detaillierten Bestandsaufnahmen und Kartierungen wurden in der Stadt Vohenstrauß daher auch rund 1.000 Fragebögen an zufällig ausgewählte Haushalte und alle Einzelhandelsbetriebe verschickt und in den umliegenden Gemeinden rd. 330 telefonische Interviews durchgeführt. Ausgewählte Handelsbetriebe haben an zwei Tagen die Postleitzahlen ihrer Kunden erfasst und dem Planerteam zur Auswertung zur Verfügung gestellt. Die hohen Rücklaufzahlen der Befragungen sowie die ersten Auswertungsergebnisse zeigen ein großes Interesse der Bevölkerung an der zukünftigen Entwicklung ihrer Stadt. Die Planer wollten dieses Interesse nun aufgreifen und die Bürgerinnen und Bürger erneut aktiv in die Konzepterstellung einbinden. Hierzu fand eine öffentliche Informations- und Ideenwerkstatt statt.

Die Planer haben die wichtigsten Ergebnisse der Analysen vorgestellt, erste sich daraus ergebende Handlungsfelder und -bedarfe erläutert und mit den Anwesenden diskutiert. Danach hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, den Planern ihre Anregungen zu erläutern und schriftlich auf vorbereiteten Plakatwänden zu notieren. Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam mit der Bevölkerung Projekte und Maßnahmen herauszuarbeiten, die in einer später folgenden Projektwerkstatt weiter ausgearbeitet werden konnten. „Die Planungen sollen sich schließlich nicht nur an fachlichen Aspekten orientieren, sondern vor allem die Belange der Bürgerschaft aufgreifen“, so die Planer. Auch Bürgermeister Andreas Wutzlhofer wünscht sich eine möglichst intensive Beteiligung der Bevölkerung, um das vorhandene Engagement zielgerichtet für die Stadtentwicklung zu nutzen.

Dokumentation der Informations- und Ideenwerkstatt am 25. Juni 2015

Dokumentation der Projektwerkstatt am 23. November 2015

Fertigstellung

Die Erarbeitung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts konnte nun mehr zum Abschluss gebracht werden.

In der Sitzung am 02.03.2017 beschloss der Stadtrat der Stadt Vohenstrauß, dass ISEK als Grundlage für die künftige Stadtentwicklung anzunehmen.

Der Planungsprozess setzte sich aus mehreren Arbeits- und Beteiligungsschritten, in die sich auch die Bevölkerung einbringen konnte, zusammen:

  • Drei Sitzungen der Lenkungsgruppe
  • Vier Termine an denen Fachgespräche mit Akteuren aus zahlreichen Handlungsfeldern stattfanden
  • Informations- und Ideenwerkstatt
  • Ortsteilbereisungen
  • Projektwerkstatt

Im Herbst 2016 erfolgte schließlich das Setzen von Prioritäten und die zeitliche Einordnung der vorgesehenen Maßnahmen.

Der Entwurf der ersten Endfassung wurde im Oktober der Regierung der Oberpfalz zur Einsicht vorgelegt; die daraufhin von der zuständigen Sachbearbeiterin vorgetragenen Anregungen und Hinweise wurden in einer weiteren Sitzung Anfang November 2016 im Rathaus diskutiert und soweit gewünscht und möglich, in das ISEK eingearbeitet.
Eine Stellungnahme hierzu datiert vom 21.11.2016 und wurde der Regierung der Oberpfalz zur Verfügung gestellt.

Das nunmehr vorliegende ISEK beleuchtet folgende Handlungsfelder:

  1. Wohnraum
  2. Freiraum
  3. Verkehrsraum
  4. Wirtschaft, Gewerbe und Arbeiten
  5. Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistung
  6. Bildung und Soziales
  7. Freizeit, Tourismus und Kultur

Diese Handlungsfelder sind am Schluss der Ausarbeitung sowohl von der Bedeutung der Einzelmaßnahmen als auch der gewünschten zeitlichen Umsetzung priorisiert.

Zudem sind da, wo es sinnvoll erscheint, geschätzte Kosten angegeben.

Die Verwaltung erachtet das vorliegende ISEK als praktikabel und sieht es als gelungene Arbeitsgrundlage für die mittelfristige Umsetzung der Maßnahmen, die dort den jeweiligen Handlungsfeldern zugeordnet sind, an.

Die Ausarbeitung des ISEK wurde vom Bund und dem Freistaat Bayern finanziell gefördert.

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