Ortsteile der Großgemeinde Vohenstrauß

Altenstadt:

Einwohner, Stand 01.12.2015: 1.650

Die erste Nennung des Ortes Vohenstrauß ist verbunden mit der Weihe der Kirche in Altenstadt ("Altenvohendrezze") 1124 durch Fürstbischof Otto von Bamberg. Zum Ortsteil Altenstadt gehören Fiedlbühl, Fürstenmühle, Kößlmühle, Ober- und Untertresenfeld, Papiermühle.

Böhmischbruck:

Einwohner, Stand 01.12.2015: 377

Im romantischen Pfreimdtal, erstmals erwähnt 1250 (pons bohemicus), klösterliche Gründung mit Spital und Propstei und eigener Gerichtsbarkeit, Hammerwerke, Glas-, Spiegel-, Schleif- und Polierwerken. Zum Ortsteil Böhmischbruck gehören Altentreswitz, Kößing, Linglmühle, Goldbachschleif, Wastlmühle und Grünhammer.

Kaimling:

Einwohner, Stand 01.12.2015: 278

Eine vermutlich slawische Siedlungsgründung im Luhetal. 1270 besaß das Kloster Waldsassen einen Hof in Chemdi (Kaimling). Den Mittelpunkt bildet die kleine Dorfkirche (Grundsteinlegung 1950, Einweihung 1952). Lage an der "Alten Heerstraße", einer Altstraße von Sulzbach über Georgenberg nach Böhmen. Zum Ortsteil gehört die Herrnmühle.

Oberlind:

Einwohner, Stand 01.12.2015: 474

Gelegen im Talkessel des Leraubaches. 1394 wird Lind als Pfarrei erwähnt. Im Waldgebiet des Elm zwischen Oberlind und Waldau befinden sich die berühmten "Drei Handkreuze'". Auf einer Anhöhe Richtung Vohenstrauß steht die Kalvarienbergkirche. Zum Ortsteil Oberlind gehören Unterlind, Obernankau, Straßenhäuser, Kaltenbaum (mit seiner über 300 Jahre alten sagenumwobenen Steinlinde) und Arnmühle.

Roggenstein:

Einwohner, Stand 01.12.2015: 337

Stammsitz des edelfreien Geschlechts der Rekkendorfer. 1150 erste Erwähnung; 1524 erstmals die Bezeichnung Roggenstein. Am östlichen Ortsrand mittelalterliche Mauerreste auf dem Areal des '"Schlößl". Seit 1693 selbstständige Pfarrei. Die Kirche im Neubarock wurde 1911 durch Heinrich Hauberrisser erbaut (drei Altäre aus der Zeit des Rokoko). Zum Ortsteil Roggenstein gehören Lämersdorf, Luhmühle, Binnermühle, Ober- und Unterschleif, Zieglhütte und Hammer.

Waldau:

Einwohner, Stand 01.12.2015: 565

Stammsitz derer von Waldau, die sich im 12./13. Jahrhundert auf der höchst gelegenen Serpentinkuppe ansiedelten. Erste Erwähnung 1224; es folgen u. a. die Geschlechter von Wirsperg (bis 1632), von Enkefort (bis 1681), von Rummel (bis 1795), von Lilien (bis 1879), von Imhof (bis 1881). Heute sind die von Heemskercks Eigentümer der Burg und des Schlossgutes. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde nach dem Abriss der alten Filielkirche im Ort die leerstehende Burg als Kirche eingerichtet. 1912 wurde nach dem Neubau durch Heinrich Hauberrisser die Ausstattung aus der Burg- bzw. Schlosskirche übernommen. Diese besteht vor allem aus zwei wunderschönen Akantusaltären: dem Hochaltar von etwa 1700 und dem etwas jüngeren rechten Seitenaltar, der dem hl. Joh. Nepomuk geweiht ist. Der Marienaltar wurde erst 1948 von dem Weidener Bildhauer Joh. Wolfgang Rösch geschaffen. In der Nähe von Waldau befinden sich u. a. das Schwedenschanzel (eine Turmhügelburg des 10./11. Jh.) sowie der Fahrenberg, auf dem die Vorläuferburg durch eine Wallfahrtskirche ersetzt wurde. Zum Ortsteil Waldau gehören Erpetshof, Zeßmannsrieth, Zieglmühle, Neumühle, Trasgschieß und Iltismühle.

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